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Beate Roth

*Über mich

Nicht so wirklich geplant, bin ich mit 18 Jahren Mama geworden und konnte mir den beruflichen Plan „was kreatives Arbeiten“ erst Mal abschminken. "Mutter" ist zwar ein Beruf, wie ich auf dem Arbeitsamt mal belehrt wurde, aber Geld verdient man damit nicht und ins Angestelltenverhältnis zu gehen, funktionierte in der Praxis nicht, also habe ich direkt mit Selbständigkeit begonnen. Im Marketingbereich und als Visagistin, alles selbst finanziert. „Was kreatives Arbeiten“ war damals das, was ich heute unter Digitalität-Unternehmer verstehe: Zeit und Ruhe bei der Arbeit, und mit Freude in dem sein, was man ist. Aus nützlichen und familiären Gründen bin ich dann in der Versicherungsbranche gelandet. Das war nicht wirklich mein Ding, aber ich bekam die Möglichkeit, Arbeitsweisen zu hinterfragen mit dem Ergebnis, dass ich diese von einem Karteikarten-System zu einem Server-System umstellen durfte. Mein ständiges Fragen als Fachfremde: “Hä? Warum macht ihr das so?“ gefiel meinem Chef und damaligen Ehemann und meine kreativen Lösungen wurden tatsächlich nahezu 100% umgesetzt. 

Den Schwerpunkt meiner Tätigkeiten habe ich für die jeweiligen Jahrzehnte angegeben und auf einer weiteren Seite notiert.


Keine Lust so viel zu lesen? Dann schau dir ein paar Bilder zu meinen Tätigkeiten  an.

BR PhotoArt | Beate Roth

Unser Familien-Unternehmen war im Web 1.0 angekommen als ich mich Ende 1999 vom Chef und somit auch vom Arbeitsplatz trennte. Aus der Not um einen neuen Arbeitsplatz -eine Ausbildung hatte ich immer noch nicht - landete ich in der Immobilienbranche. Das hatte zumindest weitaus mehr Potential für „kreatives Arbeiten“. Ein zweites Mal setzte ich mich für die digitale Vernetzung der Abteilungen ein und für eine professionelle visuelle Kommunikation mit den Kunden. Ich hatte Glück, da in der neugegründeten GmbH überwiegend immobilienspezifische Fachkräfte eingestellt worden waren, besetzte ich eine Nische und mal wieder gefielen meine fachfremden Fragen und resultierenden Vorschläge.

Ich weiß noch zu gut, wie einer der Geschäftsführer über meine Idee, unseren Immobilienprojekten Namen zu geben, herzlich lachte mit der Begründung, dass dies in der konservativen Immobilienbranche zu weit ginge und wir beide einige Jahre später gemeinsam lachten, als auf einer Betriebsveranstaltung einer der Speaker die Namensgebung von Projekten als Marketingstrategie vorstellte.

Beim nächsten Arbeitgeber war es wie bei den beiden zuvor:

  • neu gegründete Firma
  • viel Zeitaufwand für regelmäßig wiederkehrende Arbeiten
  • wenig Zeit, um qualifizierte Arbeiten zu erledigen
  • keine Anwendung von neuen Informationstechniken
  • keine strukturierten Geschäftsprozesse
  • Skepsis gegenüber Veränderung und Digitalisierung
  • Keine Strategie

...und jedes Mal setzte ich mich dran dies zu verändern.

Nicht nur das. In der Immobilienbranche bestand mein Aufgabengebiet natürlich auch auf Vertrieb, und zwar überwiegend auf Revitalisierung von Gebäuden im Gewerbebereich. Das hat wirklich viel Spaß gemacht und war sehr abwechslungsreich, Konzepte zu erstellen, mit unterschiedlichen Menschen zu sprechen und zu verhandeln und letztlich für alle Beteiligten eine gute Lösung zu kreieren und zu finden.

Kurzprofil

Ganz klar und sachlich strukturiert mein beruflicher Lebenslauf. Klick hier

Meine private Saldo-Million war durch kontinuierlichen Einsatz und  Immobilienverkauf ausgeglichen, meine Söhne hatten ihr Berufsleben gestartet und ich traute mich nach der interessanten Zeit als Angestellte oder Entrepreneurin an meinen ursprünglichen Plan „was kreatives Arbeiten“. Ich wusste noch nicht was ich meinen Kunden anbieten würde, als ich mich Ende 2011 wieder selbständig machte, aber ich wusste, dass es was mit Digitalisierung, Marketing und Immobilien zu tun haben soll. Ich starte mit drei Produktideen:

  1. PopUp-Immobilien
  2. CAFM-Immobilien  
  3. Kreative-Immobilien

Tolle Produkte. Eigentlich sind alle drei zwischenzeitlich in der Branche angekommen, aber damals? Viel zu früh! Man belächelte mich, potentielle Investoren wussten überhaupt nicht wovon ich redete und ja, ich war schon noch ziemlich naiv in diese Selbständigkeit gestartet. Denn emotional war ich durch eine Reihe von Trauerfällen auf dem Tiefpunkt angelangt, ich trennte mich nicht nur von meinem Job, sondern zeitgleich vom zweiten Ehepartner und veränderte mein persönliches Umfeld fast radikal. Finanziell gesehen nicht gerade clever, aber das Leben hatte mich bisher gelehrt, dass Angst kein guter Berater ist, dass ich alles schaffe und mein Wille, mich zu meinem Ziel führen kann. Ich muss es tun und niemand anderes. Eine harte Zeit, aber auch eine wunderschöne.

Ende 2012 fand ich in Wien zwei ITler, die meine Ideen zur mobilen Immobilienbewerbung nicht nur ziemlich gut fanden, sondern auch verstanden und von der IT-Perspektive betrachtet auf dem gleichen Weg wie ich unterwegs waren. Doch leider verließen meine genialen Wiener „Männer" nach drei Jahren unsere GmbH (aus persönlichen Gründen, die ich auch nachvollziehen kann) und so widmete ich mich ab 2015 wieder mehr der klassischen Immobilienvermarktung, um meinen Lebensstandard zu halten. Meine Ersparnisse waren weg, der Immobilienbranche ging es noch zu gut und so musste ich die Entscheidung treffen, diese GmbH zu liquidieren.

Es dauerte nicht lange und es kam quasi ein „Supergau“:  nicht erhaltene fast sechsstellige Provision  (wegen Wirtschaftskriminalität, Insolvenz, Betrug oder wie man es benennen will), der mir erneut verdeutlichte, dass die vermeintliche Sicherheit ein Trugschluss ist. 

Meine Konsequenz war, mich mit dem zu beschäftigen und den Fokus auf das zu legen, was ich eigentlich will. Mich nicht aufhalten zu lassen, weiter zu machen. Jeder wird in seinem Leben mindestens einmal eine solche Erfahrung erleben und "die Erfolgreichen stehen einfach einmal mehr auf", so heißt es doch. Oder in den Worten von Gaby Köster ausgedrückt: "Ein Schnupfen hätte auch gereicht."

Ich weiß nicht warum, aber es wird seinen Sinn haben, und es wird mit meinem Mindset zu tun haben, dass ich erst 2017 auf die Erfolgreichen des Online-Marketings gestoßen bin und mit den ganzen Themen, die dort bespielt werden mich endlich verstanden gefühlt habe. "Geht doch ", und "Ja, das sage ich doch schon die ganze Zeit", war mein erster Gedanke. Fühlte sich echt gut an, denn nun war ich nicht mehr die Bekloppte, sondern mir wurden sogar die Resultate gezeigt, was alles möglich ist, wenn ich meinen Weg weiter verfolge.

Seitdem stille ich meinen Wissenshunger mit entsprechende Fachlektüre und absolviere mit Freude Kurse, Seminare und Akademien in Deutschland, Schweiz und Bulgarien und setze es in meinem Unternehmen um. Ja, ich kann bestätigen:

Die Transformation gelingt nicht in ein paar Wochen! 

Die Umsetzung bedarf einiges an "Mehrzeit", man muss die eigenen Geschäftsabläufe überdenken und sortieren und dann geht es z.B. in die Automatisierung, die einem dann wiederum die Ruhe verschafft, das alles läuft. Dann hat man die Zeit für anderen Dinge. Es bedarf einiges an Ausdauer und Beharrlichkeit, die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen. 

Jetzt gibt es meine Digitalität GmbH. Der Name ist eine Wortschöpfung aus Digitalisierung und Realität und ich dachte ich hätte ein neues Wort erfunden, aber siehe da, der Begriff wurde bereits im geisteswissenschaftlichen Kontext entwickelt. Cool. Neben der Immobilienvermarktung, die ich mit meinem Partner zusammen bewerkstellige, bin ich nun als kommunizierende Beraterin unterwegs.

  1. Mein Partner ist der Akquisiteur und Netzwerker schlechthin und ich bin diejenige, die das Arrangieren der Immobilienvermarktung  komplett digitalisiert hat. Perfektes Team.
  2. Und andererseits gebe ich mein Wissen über die Digitalisierung unter der Marke Prisencolinensinainciusol* an kluge Unternehmer*innen weiter. 

Besuche mich gerne z.B. über Instagram und folge mir dort, um über meine Produkte mehr zu erfahren.

P.S.: Beate bedeutet Glückseligkeit und das ist das, was ich trotz allem in meinem Leben empfinde.

Zäh ist der Weg bis ans Ziel

Fast symbolisch war meine Rennradtour mit der ExpoBike von Köln nach München in sieben Tagen zur größten internationalen Immobilienmesse, zur Expo Real. Es war meine Jungfernfahrt mit einem Rennrad. Sollte man nicht tun, aber ich habe es tatsächlich geschafft! Einfach Schritt für Schritt weiter radeln und wenn es an manchen Bergen (oder Bergchen) langsamer als Schneckentempo war. Einfach weiterfahren, weitermachen, beharrlich sein. Und es war doch zu schön, dass die anderen Teilnehmer mich nicht als Klotz empfanden, sondern mich am Ende der Tour tatsächlich als den Sonnenschein der Tour betitelten und mitteilten, dass sie stolz auf mich seien. Im zweiten Jahr der ExpoBike war ich dann sogar das „Gesicht der Tour". Damit hatte ich absolut nicht gerechnet. Weitere Stadionen meines Werdegangs sind hier zu sehen.